Kochen nach den 5 Elementen der traditionellen chinesischen Medizin (TCM)

Alle Geschmacksrichtungen in einem Topf…

In der TCM wird mit 5 Geschmacksrichtungen entsprechend den 5 Elementen gearbeitet. Sämtliche Organ- und Körperfunktionen lassen sich den 5 Elementen zuordnen. Vernachlässigen wir beim Kochen eine oder mehrere Geschmacksrichtungen, wird der Körper nicht optimal versorgt. Kochen wir ausgewogen, beugen wir Ungleichgewicht und Mangelerscheinungen vor.

Auf die Temperatur kommt es an.

Jedes Nahrungsmittel besitzt in der 5-Elemente-Küche sein eigenes Temperaturverhalten in Bezug auf unseren Organismus.
Die Abstufungen gehen über kalt, erfrischend, neutral, warm bis hin zu heiß. Joghurt z.B. ist kalt und Chilis sind heiß. Wichtig ist hier zu wissen, dass auch durch die Verarbeitung das zu Grunde liegende Temperaturverhalten nur geringfügig beeinflusst werden kann.
Joghurt wird durch Erwärmung seine stark abkühlende Wirkung nicht verlieren, und die heiße Wirkung der Chilis wird durch Kühlung kaum beeinträchtigt.
Die Ausgewogenheit bei der Thermik der Nahrungsmittel im Verhältnis zu den Bedürfnissen unseres Körpers spielt eine entscheidende Rolle.

Bekömmlich soll es sein.

Der Körper sollte die Nahrung vollständig und optimal verwerten können. Das ist nur möglich, wenn sie richtig behandelt und mit angemessenen, traditionellen Garmethoden zubereitet wird. Mikrowelle und Tiefkühler kommen nicht zum Einsatz.
Hochwertige, hauptsächlich gekochte Grundnahrungsmittel aus Eiweiß, Fett und Kohlehydraten werden mit Gemüse und einheimischen Obst, mit Gewürzen, frischen Kräutern und Blattsalaten, Eingemachtem und Fermentiertem kombiniert. Das richtige Mengenverhältnis, Garzeiten oder die Häufigkeit von Eiweißmahlzeiten sind ebenfalls wichtig für die Bekömmlichkeit.

Die 5 Geschmacksrichtungen, die Thermik und die Bekömmlichkeit der Nahrungsmittel bilden die drei Grundpfeiler der 5-Elemente-Küche, bzw. der Ernährung nach den 5 Elementen.